Was verdient ein Polier?
Poliere führen Baukolonnen auf der Baustelle: Sie steuern Arbeitsabläufe und Termine, sichern Qualität und Arbeitsschutz und sind Bindeglied zwischen Bauleitung, Gewerken und Fachkräften – typisch im Hoch-, Tief- und Ausbau. Der Weg führt meist über eine duale Bauausbildung (z. B. Maurer, Betonbauer, Straßenbauer) plus Berufspraxis und die Weiterbildung zum geprüften Polier. Das Bruttogehalt hängt von Region, Tarifbindung im Bau, Betriebsgröße und Spezialisierung ab. Als Orientierung verdienen tätige Poliere in Deutschland 2026 oft etwa 3.900–4.800 € brutto im Monat; in der vorgelagerten dualen Ausbildung liegen typische Spannen bei rund 970–1.310 €.
Gehalt nach Region (brutto/Monat)
Orientierungsangaben Stand 2026. Die Spalte Ausbildung meint die duale Bauausbildung vor dem Aufstieg (z. B. Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Straßenbauer); ausgelernt steht für tätige Poliere. Die tatsächliche Vergütung hängt von Tarifbindung im Bauhauptgewerbe, Betrieb, Region, Baustellengröße, Erschwernis-/Schlechtwetterregelungen und Erfahrung ab und ist keine Garantie.
Weiterbildungsoptionen
Beruf und Alltag
Ein Polier verbindet Fach- und Führungsverantwortung auf der Baustelle: Kolonnen einteilen, Abläufe und Qualität steuern und Sicherheit durchsetzen. Der Alltag wechselt zwischen Vor-Ort-Koordination, Abstimmung mit Bauleitung und Nachunternehmern sowie Dokumentation – oft unter Witterung, Termindruck und wechselnden Gewerken.
- Tages- und Wochenplanung der Kolonne steuern: Personal, Geräte und Material auf der Baustelle einteilen.
- Arbeitsabläufe anweisen, Fortschritt und Maßgenauigkeit prüfen und Nacharbeiten priorisieren.
- Pläne, Aufmaße und Arbeitsanweisungen umsetzen; Mengen, Zeiten und Abweichungen dokumentieren.
- Mit Bauleitung, Planern, Lieferanten und anderen Gewerken abstimmen; Schnittstellen und Termine klären.
- Arbeitsschutz, PSA und Baustellenordnung durchsetzen – von Gerüsten und Hebezeugen bis zu Absperrungen.
- Fachkräfte und Auszubildende anleiten; Störungen, Witterung und Engpässe pragmatisch lösen.