Was verdient ein Orthoptist?
Orthoptisten diagnostizieren und behandeln Störungen des binokularen Sehens, Schielen und Amblyopie – in Augenarztpraxen, Kliniken und spezialisierten Zentren. Die Ausbildung ist in der Regel eine dreijährige schulische Fachausbildung mit praktischen Einsätzen. Das Bruttogehalt hängt von Region, Tarifbindung (z. B. TVöD), Träger und Spezialisierung ab. Als Orientierung verdienen ausgebildete Orthoptisten in Deutschland 2026 oft etwa 3.050–3.650 € brutto im Monat; in der Ausbildungsphase liegen typische Spannen bei rund 880–1.180 €, sofern eine Vergütung gezahlt wird.
Gehalt nach Region (brutto/Monat)
Orientierungsangaben Stand 2026. Die tatsächliche Vergütung hängt von Träger, Region, Tarif, Erfahrung, Spezialisierung und Arbeitszeitmodell ab und ist keine Garantie. Die Spalte Ausbildung bezieht sich auf schulische Ausbildungsphasen mit Vergütung bzw. typische Praktikums-/Ausbildungsvergütungen – nicht überall wird eine Ausbildungsvergütung gezahlt.
Weiterbildungsoptionen
Beruf und Alltag
Orthoptisten arbeiten eng mit der Augenheilkunde zusammen: In Praxen, Kliniken und Spezialambulanzen verbinden sie Diagnostik, Therapie und Beratung rund um binokulares Sehen, Schielen und Amblyopie – oft mit Kindern, aber auch mit Erwachsenen nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen.
- Binokulares Sehen, Schielen und Amblyopie systematisch untersuchen: Anamnese, Sehschärfe, Stellung, Motilität und Fixation erfassen.
- Orthoptische Therapien und Übungen planen und durchführen – von Okklusion über Fusionstraining bis zu prä- und postoperativer Betreuung.
- Funktionstests wie Perimetrie, Stereosehen und ggf. weitere Messungen durchführen und Befunde dokumentieren.
- Eltern, Angehörige und Patientinnen bzw. Patienten beraten; Therapiepläne erklären und Fortschritte nachverfolgen.
- Mit Augenärztinnen und -ärzten sowie dem multiprofessionellen Team abstimmen – von OP-Indikation bis Nachsorge.
- In Praxen und Kliniken Terminabläufe, Dokumentation und Qualitätssicherung sorgfältig mitgestalten.